Du denkst sie selten in Worten. Du bemerkst sie trotzdem. Daran, dass es enger wird, bevor du überhaupt denkst. Und dann tust du wieder das, was du immer tust.
Warte zwei, drei Sekunden. Und schau, ob sich irgendwo etwas zusammenzieht. Im Hals, im Kiefer, im Brustkorb, im Bauch.
In diesem Buch liegen 49 weitere.
Nicht einen einzigen. Bis ich angefangen habe, mich damit zu beschäftigen. Ich habe die fünfzig Sätze zusammengetragen, die bei uns Frauen am häufigsten auftauchen. Bei jedem zweiten musste ich schlucken.
Ein Glaubenssatz ist nichts Schlimmes. Es ist einfach ein Satz über dich, den du irgendwann für wahr gehalten hast. Meistens hat ihn jemand anderes zuerst gesagt.
Ich bin zu laut. Ich muss stark sein. Ich darf niemanden enttäuschen. Ich bin zu viel.
Das Schwierige daran ist, dass die meisten dieser Sätze gar nicht nach Sätzen klingen. Sie klingen auch nicht nach einem Urteil, das dir jemand von außen verpasst hat.
Glaubenssätze klingen wie die Wahrheit. Weil du seit Jahren damit lebst. Weil du es selbst über dich sagst, ganz beiläufig, wenn dich jemand fragt. Ich bin halt so.
Solange du glaubst, diese Sätze kämen aus dir, arbeitest du an dir. Und während du an dir arbeitest, bleibt alles andere genau so, wie es ist.
Denn hinter jedem dieser Sätze steckt ein System, das davon profitiert, dass du dich klein fühlst. Deine Familie. Deine Beziehungen. Deine Arbeit. Das Patriarchat. Eine ganze Industrie, die am Zweifel verdient. Manchmal profitiert sogar ein Teil von dir selbst.
Niemand hat sich hingesetzt und beschlossen, dich klein zu halten. Nicht deine Mutter, nicht dein Partner, nicht deine Chefin. Es braucht keine böse Absicht, damit etwas eine Wirkung hat.
Jeder der fünfzig Sätze folgt demselben Weg. Zuerst zeige ich dir, was in Wahrheit dahintersteckt. Dann, für wen dieser Satz nützlich war. Danach, was du daraufhin über dich gelernt hast. Und am Ende steht ein zweiter Satz.
Deine Intensität ist lebendig. Du fühlst und liebst und leidest mit einer Tiefe, die nicht alle aushalten können. Für Partner, die Ruhe wollten, wo du Feuer mitbrachtest. Für Freundschaften, die oberflächlich blieben, weil echte Tiefe zu viel verlangte. Also hast du dich gedämpft und dosiert und kleiner gemacht, als du bist.
Du warst nie zu viel. Du warst immer genau richtig, nur nicht für jeden.
Der zweite SatzDer zweite Satz ist keine positive Beschwörung. Du sollst ihn nicht glauben und dir nicht einreden.
Er soll nur existieren. Damit zwischen dir und dem alten Satz ein Zwischenraum entsteht.
Ich habe es gestern Abend angefangen. So schön, so treffend. Ich musste unterbrechen, weil ich Zeit und Raum brauche, um die Gefühle wirklich zu fühlen. Danke für das Sein-Dürfen. Dafür, dass man lesen darf, dass man nicht zu viel ist.
Laura · über Glaubens.SätzeIch als ehemalige People Pleaserin dachte, ich bin schon ganz gut dabei mit der persönlichen Weiterentwicklung. Und dann kamen die Glaubens.Sätze. Bei so vielen musste ich heftig nicken, und das Ganze hat noch einmal so viel in mir sortiert und losgetreten. Mit jedem Satz kam mehr Klarheit und ein noch besseres Verständnis dafür, wie ich für mich auftauchen kann.
Josi · über Glaubens.SätzeAm Ende wartet keine Hausaufgabe. Du suchst dir einen einzigen Satz aus, den du wirklich erkannt hast. Einer bewegt mehr als fünfzig, die du nur gelesen hast.
Ich schreibe über eine Industrie, die an deinem Zweifel verdient. Und ich schreibe das als jemand, die selbst etwas verkauft. Deshalb sage ich es dir ehrlich.
Und der eine,
der dich meint.
Ich habe darüber schon viel gelesen.
Das höre ich oft, und meistens folgt darauf ein Aber. Hier steht nirgends, du sollst anders denken. Hier steht, woher der Satz kommt, wer etwas davon hat und was du daraufhin über dich gelernt hast. Das ist eine andere Richtung.
Sind das nicht einfach Affirmationen?
Nein. Der zweite Satz ist keine Beschwörung, und du sollst ihn dir nicht einreden. Er soll nur da sein, damit ein Zwischenraum entsteht. In diesem Zwischenraum triffst du deine Wahl.
Ich will meine Familie nicht anklagen.
Musst du auch nicht. Gleich zu Beginn steht, dass sich niemand hingesetzt und beschlossen hat, dich klein zu halten. Es geht um Wirkung, und nie um Absicht. Um Struktur, und nie um Schuld.
Wie lange brauche ich dafür?
Zum Lesen so lange, wie du willst. Die Übung am Ende dauert keine zehn Minuten, und es ist bewusst nur ein einziger Satz. Ein Satz, den du wirklich erkannt hast, bewegt mehr als fünfzig, die du nur gelesen hast.
Was, wenn mich das aufwühlt?
Möglich. Deshalb gibt es ein eigenes Kapitel für den Moment, in dem sich der alte Satz wehrt. Glaubens.Sätze ersetzt keine Therapie. Wenn du gerade therapeutisch begleitet wirst, sprich bitte kurz mit deiner Therapeutin darüber.
Ist das digital oder gedruckt?
Digital. Als PDF. Du liest am Rechner, am Tablet oder am Handy und lädst es herunter, so oft du willst. Für die Übung brauchst du Papier und einen Stift.
Digitales Produkt. Sofortige Auslieferung. Mit dem Kauf verzichtest du auf dein Widerrufsrecht. Glaubens.Sätze ersetzt keine Therapie und keine ärztliche Behandlung.
